
- Titel:
Die güldene Sonne bringt Leben und Wonne
- Quelle:
Evangelisches Gesangbuch (EG-Wü) Nr. 444
- Text:
Philipp von Zesen 1641
- Melodie:
Johann Georg Ahle 1671
- Satz:
Hans-Peter Braun
- Ensemble:
Vocifer, Evang. Stift Tübingen
- Aufnahmeort:
Evang. Kirche Tübingen-Hagelloch
- Anlass/Thema:
Früchte des Geistes
- Woche im Kirchenjahr:
8. Sonntag nach Trinitatis
"Früchte des Geistes" ist das Thema des 8. Sonntags nach Trinitatis. Christen haben eine Ausstrahlung. In der Bergpredigt redet Jesus seine Jünger als Salz der Erde und Licht der Welt an (Matthäus 5,13-16). Nicht: ihr sollt Licht der Welt sein, sondern: ihr seid das Licht der Welt. Die Christen sind nicht irgendein religiöser Verein neben anderen, sondern Salz, Licht, Sauerteig des Ganzen. Das neue Lied "Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht" (NL 86) geht aus von der Legende vom Rosenwunder der Elisabeth von Thüringen und meditiert die Erkenntnis, dass Gott uns im Armen begegnet, und dass sich gewinnt, wer sich verschenkt. Das Lied "O gläubig Herz, gebenedei" (EG-Wü 318) kommt aus der Welt der Böhmischen Brüder, dem gewaltlosen Zweig der hussitischen Bewegung. Es nimmt die Erfahrung ernst, dass Licht der Welt zu sein, auch einen Kampf bedeuten kann. "Die güldene Sonne bringt Leben und Wonne" (EG-Wü 444) ist ein Morgenlied, das jenes Licht besingt, das wir allmorgendlich erleben, Grund zum Dank und Quelle der Kraft. Im Singen des Kirchentagslieds "Gott gab uns Atem" (EG-Wü 432) kommt ins Erleben, wie angesichts eines bedrohten Planeten die menschlichen Organe, die sich allesamt Gottes Schöpfung verdanken, zu Instrumenten verantwortlichen Handelns, zu Quellen des Lichts werden können.
Lieder der Woche:
O gläubig Herz gebenedei, EG-Wü 318
Die güldene Sonne bringt, EG-Wü 444
Gott gab uns Atem, EG-Wü 432
Wenn das Brot, NL 86
























































































































































































